Blickwechsel – Das Ausstellungsprojekt in 42 Städten NRWs

Für BLICKWECHSEL rückte Nordrhein-Westfalen 2010 zusammen:
42 Mitgliedsstädte des Kultursekretariats NRW Gütersloh beteiligten sich an einem Ausstellungsprojekt, das vom 12. September bis Ende Oktober 2010 landesweit und gleichzeitig stattfand. Dazu fanden zahlreiche städtische Kulturämter und kulturelle Institutionen, wie z. B. Museen und Kunstvereine, in Nordrhein-Westfalen zusammen.

Das vom Kultursekretariat NRW Gütersloh organisierte und kuratierte Ausstellungsprojekt sorgte dafür, dass in jeder teilnehmenden Stadt eine Künstlerin, ein Künstler oder ein Künstlerpaar im öffentlichen Raum tätig wurde, so dass im Herbst 2010 42 Kunstprojekte mit gemeinsamer Aufgabenstellung in NRW zu sehen waren. BLICKWECHSEL lenkte die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner auf ein Detail in ihrer Umgebung, um einen ideellen Mehrwert zu offerieren. Die teilnehmenden internationalen Künstler waren eingeladen, sich mit den alltäglichen Gegebenheiten in den Städten auseinanderzusetzen, seien sie architektonischer, situativer, soziologischer, struktureller, prozesshafter, künstlerischer oder auch virtueller Art. Gefragt war ein künstlerischer Blick, der eine Alltäglichkeit im öffentlichen Raum dazu erwählt, Kunstwerk zu werden. Den Charakter eines Kunstwerkes erhielt die Alltäglichkeit durch diese Auswahl und einen kleinen Eingriff des Künstlers in diese Alltäglichkeit oder in deren Kontext. Die Intervention sorgte für einen Zuwachs an Sinn, für eine Bedeutungsverschiebung, die den Betrachter dazu anregen sollte, wie bei einem Vexierbild plötzlich eine zweite Wirklichkeit aufscheinen zu sehen – ein Blick-Wechsel eben.


Die Auswahl der Künstler erfolgte in Zusammenarbeit mit einer Jury, die sich aus Vertretern der Teilnehmerstädte zusammensetzte. Künstler und Städte wurden einander zugelost, so dass sich unerwartete und spannende Paarungen ergaben. BLICKWECHSEL vereinigte dabei Künstler, die mehrheitlich in den 1960er und 1970er Jahren geboren sind und künstlerisch über rein skulpturale Positionen hinausgehen. Denn Ziel von BLICKWECHSEL war es nicht, größere Skulpturen in den Städten temporär zu installieren. Die Künstler waren vielmehr eingeladen, mit wenig Aufwand in bestehende städtische Strukturen unterschiedlichster Art einzugreifen, um den Stadtbewohnern einen BLICKWECHSEL auf ihre Umgebung zu ermöglichen.

Informationen zu den jeweiligen Projekten erhalten Sie auf diesen Netzseiten, im Ausstellungskatalog, der auch alle Projekte fotografisch dokumentiert oder beim Kurator des Ausstellungsprojektes:

Dr. Bernd Apke, Kultursekretariat NRW Gütersloh, Kirchstraße 21, 33330 Gütersloh,
Tel.: 05241/16191, Fax: 05241/12775, Bernd.Apke ( ÄT ) gt-net.de

Download:
pdf_buttonFaltblatt mit einem Überblick
zu allen Projekten.